Termine

 

Sa, 11.11.2017

Fasnachtsbeginn

11.11 Uhr Schulhof
Anschießen mit der Kanone

 

Sa, 06.01.2018

Fasnachtseröffnung

20 Uhr Traube Hauingen

 

Sa, 27.01.2018

Zunftabend 1.Vorverkauf

Im Gasthaus Traube von 10.30 - 12.30 Uhr

 

Sa, 10.02.2018

Zunftabend 2.Vorverkauf

Im Gasthaus Traube von 10.30 - 12.30 Uhr

 

Mi, 14.02.2018

1. Zunftabend

20 Uhr Festhalle Hauingen

 

Do, 15.02.2018

Amtsenthebung Ortsvorsteher

17.00 Uhr Rathaus

 

Do, 15.02.2018

Hemdglunkiumzug

19 Uhr Hebelstraße Hauingen

 

Do, 15.02.2018

Adrüllete

19.45 Uhr Narrenbrunnen

 

Do, 15.02.2018

Hemdglunkiball

20 Uhr Festhalle Hauingen
Mit Tom & Andi
und Guggenmusiken
Einlass: Nur im Glunki und
ab 18 Jahren

 

Fr, 16.02.2018

2. Zunftabend

20 Uhr Festhalle Hauingen

 

Sa, 17.02.2018

Buureball Musikverein

20 Uhr Festhalle Hauingen

 

So, 18.02.2018

Brauchtumsumzug

13.30 Uhr Hauingen

 

Mo, 19.02.2018

Ausklang & Schnitzelbanksingen

19 Uhr Chruttschlämpe-Keller

 

Sa, 24.02.2018

Schiibefüür

19 Uhr Gärtnerei Grieshaber

 

Geschichte BfG

 

Wie die Buurefasnacht in Hauingen entstanden ist, und sich über die Jahrzehnte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten hat, kann leider niemand genau zurückverfolgen.


Teilweise wird davon gesprochen, dass im 15. Jahrhundert die Buurefasnacht in Hauingen von den Herren in Rötteln (Burgruine in Lörrach) eingesetzt wurde, da die Bauern der Umgebung die Herren von Rötteln während der eigentlichen Fasnacht bedienen mussten und so natürlich keine Gelegenheit hatten ihre Fasnacht zu feiern. Daher wurde die „Buure-Fasnacht“ einfach um eine Woche verschoben.


Andere behaupten, dass die Buurefasnacht dem früheren „Weiler Howingen“ durch das Kloster St. Alban bei Basel erlaubt wurde. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Bauern des Südschwarzwaldes, als sie ihr Holz in Basel ablieferten, den Zeitpunkt der Basler Fasnacht mitbrachten und in ihren Dörfer einführten.


Historisch am wahrscheinlichsten ist jedoch die Erklärung, dass die ursprüngliche Fasnacht sechs Tage dauerte, vom „schmutzigen Donnerstag“ bis zum „Veilchendienstag“ und mit dem „Aschermittwoch“ endete. Durch die Synode von Benevent wurde im Jahre 1091 die Fastenzeit neu geregelt, in dem die Sonntage von dieser ausgenommen wurden. Somit verschob sich der Beginn der Fastenzeit um eine Woche. Im Raum Basel, Baden und dem Markgräflerland blieb man vor allem in den überwiegend evangelischen Gemeinden beim alten Fasnachtstermin der „Bauernfasnacht“ oder wie auch oft zu hören, der „Alten Fasnacht“. Noch heute gibt es bei uns ein Sprichwort: „Der kommt daher wie die Alti Fasnacht“. Was nichts anderes bedeutet, als das die betroffene Person einfach viel zu spät ist.


Die Buurefasnacht hat in Hauingen schon seit langer Zeit ihre Tradition, nicht erst mit der Gründung der Zunft wurde im Dorf alljährlich die Buurefasnacht gefeiert, mündlichen Überlieferungen zufolge fanden bereits Anfang der 20er Jahre kleine Umzüge durchs Dorf statt, die vor allem durch den Wagenbau der verschiedenen örtlichen Vereine geprägt waren.


Wie so viele alte Vereinsbräuche ruhte auch die Buurefasnacht in Hauingen während der Kriegsjahre. Erst Anfang der 50er Jahre lebte die Buurefasnacht wieder auf und mit Kinderwagen, Pferdefuhrwerken aber auch mit den ersten Traktoren wurde die Straßenfasnacht in Hauingen wieder durchgeführt.


Zu dieser Zeit organisierte der „Kulturring“, welcher durch Vertreter der örtlichen Vereine gebildet wurde, die Buurefasnacht. Leider hatte dieser „Kulturring“ nicht lange bestand, da man sich in vielen Fragen nicht einig wurde und die eigenen Vereinsinteressen wohl zu sehr im Vordergrund standen.


Nach dem „Kulturring“ wurde die Straßenfasnacht kurz nach Gründung der Fasnachtsgesellschaft , bzw. ihrem „Komitee“ überwiegend durch den Schützenverein, die an Fasnacht als „Landsknechte“ auftraten, und den Gesangsverein, die als „Nachtwächter“ daher kamen, organisiert.


Seit Ende des 19. Jahrhunderts, mit dem Entstehen der örtlichen Vereine wurde die spätere Saalfasnacht zunächst in den örtlichen Gasthäusern (-Stube-, Gasthaus zum Kranz, Gasthaus zum Bad mit ihrem großen „BadSaal“, Gasthaus zur Traube , oder aber dem Saal mit Bühne, im Gasthaus zum Schwanen ) insbesonders durch den Musikverein abgehalten.


Nachdem aus dem Badsaal Wohnungen wurden und die Hauger Halle Anfang der 60er Jahre gebaut worden war, wurde zunächst durch den Musikverein Maskenbälle durchgeführt und dann später auch durch das Komitee der Fasnachtsgesellschaft mit ihrer ersten Zeremonienmeisterin Ella Kostolich die sog. „Bunten Abende“ welche dann später in Zunftabende umbenannt wurden. Auch heute noch findet der Maskenball des Musikvereins in einer abgewandelten Form als „Buureball“ am Samstag vor der Buurefasnacht statt.
Im Herbst 1961 wurde die Fasnachtsgesellschaft Buurefasnacht Hauingen gegründet. Damals nannte man den heutigen „Zunftrat“ noch das „Komitee“, doch mit dem Eintritt in den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte zum Herbstkonvent 1987 in Oberried wurde diese Bezeichnung geändert.


1961, kurz nach Gründung der Fasnachtsgesellschaft, wurde die erste, noch heute bestehende Clique gegründet - die Storchen-Clique. Ebenfalls 1961 wurde die Neuhauinger-Narrenclique gegründet, aus ihr ging die Neuhauinger Bären-Clique hervor die noch immer als eine der die Fasnachtsgesellschaft tragende eigenständigen Vereine (Cliquen) in der Zunft aktiv ist.


Im Lauf der Zeit wurde die Fasnachtsgesellschaft Buurefasnacht Hauingen immer bekannter und durch weitere Cliquengründungen immer größer. Nur einige wenige Cliquen jedoch überstanden die Jahre und sind noch heute Bestandteil der Zunft.


Beim Herbstkonvent 1987 in Oberried gelang dann unter der Führung des damaligen 1. Zunftmeisters Dieter Golomb, die schon seit 1971 (Gastzunft seit 1984) betriebene Aufnahme in den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte, nachdem man sich beim Herbstkonvent 1986 mit sämtlichen Cliquen und den Aktiven im Häs, in Begleitung von Herrn Ortsvorsteher Karl Friedlin in Oberwinden vorstellte. Als Patenzünfte fungierten die Narrenzunft Lörrach und die Narrenzunft Wyhlen „Rolli – Dudel“. Die Aufnahme war ein wichtiger Schritt in die Zukunft des Vereins und machte die Buurefasnachtsgesellschaft weit über die Grenzen des Dreiländerecks bekannt. Die eigentliche feierliche Aufnahme sollte 1991 dann beim Empfang an dem darauffolgenden Narrentag (nur alle 4 Jahre) in Lörrach erfolgen, wobei dort aber bekanntlich die Fasnacht ausfiel.


Zur Zeit besteht die Fasnachtsgesellschaft Buurefasnacht Hauingen aus 8 Untergliederungen (Cliquen) eigenständige Vereine, aus welchen die Zunftmeister gewählt werden . Neben den schon genannten Storchen und Bären–Clique ist die 1969 gegründete Chruttschlämpe-Clique eine der Größten. Desweiteren gibt es noch die 1979 gegründeten Dalbi-Clique und die Güngeled-Geischder-Clique. Seit 1981 sind die Muggedätscher Waggis dabei. Die Rappe Chlapf Deufel nehmen seit 1986 an der Hauinger Fasnacht teil. 1997 hat sich die Gasseschliicher-Clique dazu entschieden in die Buurefasnachtsgesellschaft einzutreten. Seit 2013 sind die Eulenburg-Hexen bei uns zur Probe, und wäre dann unsere 9. Untergliederung.


Derzeit präsentiert sich die Fasnachtsgesellschaft Buurefasnacht Hauingen e.V. als gemeinnütziger Verein mit nahezu ca. 200 aktiven Hästrägern. Zählt man die Kinder und die Passivmitglieder hinzu, so kommt man auf eine Mitgliedsstärke von ca. 550 Personen.


Ab Aschermittwoch hört man im Dorf unseren Narrenruf „ Hauge, Hot-Hü. Dann beginnen nämlich die „Haugemer Feiertage“ mit der Durchführung des 1. Zunftabends in der Festhalle.


Am Hemdglunki- Donnerstag folgt nach der Entmachtung des Ortsvorstehers der Hemdglunki Umzug, in dessen Anschluss seit 1987 die „Adrüllete“ stattfindet. Während der „Adrüllete“ werden die Hauinger Narrenfiguren geweckt, um am Rad des Brunnens die örtliche Fasnacht anzudrehen. So wird der Beginn der örtlichen Fasnacht symbolisiert. Der Donnerstag endet mit dem Hemdglunkiball in der Festhalle.


Am Freitag wird der 2. Zunftabend in der Halle vom Mittwoch wiederholt.


Höhepunkt ist aber der Buurefasnachts-Sonntag bei dem sich ca. 3.500 Hästräger in Hauingen zum bunten Narrentreiben treffen. Die Narren kommen aus dem Bereich Baar, der Ortenau, dem schwäbischen Raum, dem Bodensee, sowie aus dem Markgräflerland, Freiburg und dem Kaiserstuhl. Nach dem Umzug lädt der für den Verkehr gesperrte Ortskern, mit seinen zahlreichen Ständen und Buden noch zum Verweilen ein.


Der Ausklang der Buurefasnacht Hauingen findet am Montag im Chruttschlämpe-Cheller statt. Beim Chruttschlämpe-Essen (Mangoldgemüse) und Schnitzelbanksingen, beenden wir gemütlich die „Haugemer Feiertage“